Erklärung zu den Umbauarbeiten:
Der hier beschriebene Umbau und die daraus resultierende Dokumentation stellt keine Bauanleitung oder Betriebsanweisung dar! Es ist mein Hobby, ich arbeite an meinem Fahrzeug und ich habe alle Arbeiten nach meinem Wissen und meiner Erfahrung ausgeführt. Für Fehler oder falsche Informationen auf dieser Seite kann ich keine Garantie erteilen oder haftbar gemacht werden.
Das Vorhaben kurz erklärt:
Ich werde den größeren Luftfilter, oder besser gesagt, das größere Luftfiltergehäuse, aus dem Porsche Boxster 987 in meinen Porsche Boxster 986 einbauen. Das Luftfiltergehäuse aus dem 987 ist viel grösser und lässt einen +/- 23% höheren Luftstrom zur Drosselklappe strömen. Des Weiteren wird die originale Drosselklappe vom Porsche Boxster 986 ausgebaut und eine größere 76 mm Drosselklappe aus dem Porsche 996 eingebaut. Das wiederum zieht einige andere Umänderungen mit sich, auf die ich später noch eingehe.
Vorarbeiten für den Einbau des Luftfiltergehäuses aus dem 987:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten oder Varianten um das Luftfiltergehäuse des 987 im Porsche Boxster 986 einzubauen.
Das Luftfiltergehäuse aus dem 987 lässt sich am einfachsten einbauen wenn der Motor ausgebaut wird oder bereits ausgebaut ist. Das ist der Idealfall! Voraussetzung für den Ausbau des Motors ist in erster Linie eine geeignete Hebebühne. Eine andere Möglichkeit ist, dass man den Motor abgesenkt und zusätzlich noch verschiedene Teile am Motor ausbaut. Wie zb. die Drosselklappe, Verteilerrohr, Resonanzrohr, Ansaugverteiler mit der Einspritzleiste auf der linken Seite. Um die Zugänglichkeit zu verbessern, kann der Klimakompressor gelöst werden und etwas zur Seite geschoben werden. Eventuell muss auch der Ölkühler ausgebaut werden.
Der mittlere Flansch der Motorabdeckung, dort wo die Motorabdeckung aufliegt, muss ein wenig nach oben gebogen werden. Damit ist gewährleistet dass die neue Silikonverrohrung, zwischen dem Luftfiltergehäuse und der größeren Drosselklappe, nicht zu eng an der Karosseriekante anliegt.
Der Einbau des Luftfiltergehäuses aus dem 987 ist trotz dieser Vorarbeiten und Demontage der beschriebenen Teile nicht so einfach!
Meine Überlegungen:
Es muss auch eine andere Lösung geben, ohne ein funktionierendes System so weit zu zerlegen, nur um ein größeres Luftfiltergehäuse einzubauen.
Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht wie ich das Luftfiltergehäuse aus dem 987 bei mir im Boxster 986 einbauen kann. Ich möchte das Projekt, weil ich gerne schraube, alleine, dh. ohne Werkstatthilfe, durchziehen. Mit dem Risiko “ Lehrgeld “ zu zahlen. Ich kann den Motor nicht ausbauen oder absenken da mir eine geeignete Hebebühne fehlt.
Ich möchte das Luftfiltergehäuse des Porsche Boxster 987 in meinem Porsche Boxster 986 einbauen ohne weitere Teile vom Motor auszubauen.
Aus dem Grund werde ich das Luftfiltergehäuse des Porsche Boxster 987 in verschieden große Teile zerlegen und versuchen diese auf die Art und Weise nacheinander in meinem Porsche Boxster 986 wieder einzubauen.
Verwendete Teile:
- Luftfiltergehäuse Porsche Boxster 987: PET – Nr. : 987 110 021 00
- LMM – Gehäuse Porsche Boxster 987 : PET – Nr. : 987 606 125 00
- K&N Luftfilter Bestellnummer: 2295
Die Vorbereitungen:
Das Luftfiltergehäuse muss vor dem Einbau entsprechend vorbereitet werden damit es in den Motorraum des Porsche Boxster 986 passt. Das Luftfiltergehäuse aus dem 987 ist deutlich grösser als das Luftfiltergehäuse vom 986. Die Befestigungen des Luftfiltergehäuses des 987, 3 Stück an der Zahl, sind jedoch absolut identisch mit denen vom Porsche Boxster 986.

Hier erkennt man das Luftfiltergehäuse aus dem Porsche Boxster 987. Damit dieses in den Motorraum des 986 passt, sind verschiedene Anpassungen am Luftfiltergehäuse des 987 notwendig. Der Resonanzkörper vorne am “ Schnorchel „, dort wo später das LMM – Gehäuse angeschlossen wird, muss bearbeitet werden.

Hier sieht man die erste Schnittlinie am Resonanzkörper vom Luftfiltergehäuse. Ich taste mich in kleinen Schritten vorwärts und möchte auf keinen Fall das eigentliche Luftfiltergehäuse beschädigen.

Die zweite Schnittlinie ist eingezeichnet. Ich arbeite mich in kleinen Schritten bis zum eigentlichen Luftfiltergehäuse vor.

Der Resonanzkörper ist an der ersten Schnittlinie aufgeschnitten. Das darunterliegende Luftansaugrohr darf auf keinen Fall beschädigt werden.

Der Resonanzkörper ist bereits weiter bearbeitet worden und ich bin schon sehr nah am eigentlichen Luftfiltergehäuse angekommen. Das seitliche Material, welches sich noch am Resonanzkörper befindet, wird auch noch komplett entfernt.

Der komplette Resonanzkörper ist entfernt und das eigentliche Luftansaugrohr ist komplett freigelegt. Das “ Loch “ im Ansaugrohr wird später geschlossen.

Hier erkennt man den fertig vorbereiteten Luftfilterkasten vom 987. Dieser ist nun für die eigentliche und definitive Bearbeitung vorbereitet.

Vom Volumen her ist das Luftfiltergehäuse vom 987 deutlich abgespeckt.

Hier sieht man die eigentliche Einbauposition im 986. Vergleicht man das erste Foto vom originalen Luftfiltergehäuse weiter oben, mit der abgespeckten Version hier auf dem Foto, erkennt man deutlich, wieviel Material entfernt worden ist.

Nun wird das Loch im Luftansaugrohr verschlossen. Ich habe mir eine Aluminiumscheibe von 39mm angefertigt. Diese passt genau in die Öffnung des Luftansaugrohres.

Die Aluminiumscheibe wird anschließend mit einer Fiberglasmatte vollflächig verklebt.

Die Fiberglasmatte ist mit Polyesterharz eingeklebt und wird nach Aushärtung vom Polyesterharz mit Sandpapier der Körnung 80, 120, 400, sauber geschliffen.

Das Luftansaugrohr ist fertig geschliffen und komplett gereinigt.

Die originale obere Befestigung vom Luftfiltergehäuse des 987 muss entfernt werden. Diese wird durch die originale Befestigung vom Luftfiltergehäuse des 986 und einer etwas längeren Befestigungsschraube ersetzt.

Die originale Befestigung aus dem Luftfiltergehäuse vom 986 ist im Luftfiltergehäuse vom 987 eingebaut. Die Bohrung im Luftfiltergehäuse 987 muss nicht erweitert oder geändert werden.
Die etwas andere Vorgehensweise für den Einbau des Porsche Boxster 987 Luftfilterkasten im Porsche Boxster 986 : Arbeiten am Luftfilterkasten vom 987:
Luftfiltergehäuse Version 1:
Das Luftfiltergehäuse vom Porsche Boxster 987 ist in 2 Teile zerlegt. Das komplette Luftfiltergehäuse kann nicht komplett eingebaut werden weil der Spalt zwischen Karosserie und Einspritzleiste zu schmal ist. Die Idee ist, das eigentliche Luftfiltergehäuse ohne Deckel einzubauen. Der Deckel vom Luftfiltergehäuse wird dann anschließend, nachdem das eigentliche Luftfiltergehäuse eingebaut ist, wieder auf das Luftfiltergehäuse montiert. Das war der Plan.
Weitere Erklärungen spare ich mir an dieser Stelle, es funktioniert nicht. Das Luftfiltergehäuse kann auf diese Art und Weise, ohne Ausbau weiterer Teile am Motor, nicht eingebaut werden.
- Teil 1: Das komplette Luftfiltergehäuse ohne Deckel
- Teil 2: Der Deckel oder Abdeckung vom Luftfiltergehäuse

Das eigentliche Luftfiltergehäuse vom Porsche Boxster 987 ohne Deckel. Dieser wurde sorgfältig abgetrennt.

Hier auf diesem Foto erkennt man den vom Luftfiltergehäuse abgetrennten Deckel.

So wollte ich das eigentliche Luftfiltergehäuse vom Porsche Boxster 987 in meinem Porsche Boxster 986 einbauen. Ohne Erfolg. Ein Einbau auf diese Art und Weise ist, ohne weitere Teile am Motor auszubauen, nicht möglich.
Fazit von Version 1:
Version 1 funktioniert nicht! Das komplette Luftfiltergehäuse ohne Deckel passt zwar zwischen Karosserie und Einspritzleiste, dieses kann aber so nicht eingebaut werden! Der Schnorchel, dort wo das LMM – Gehäuse später montiert wird, stößt auf Grund der engen Platzverhältnisse an die Karosserie und an den Ölkühler. Ohne Ausbau weiterer Teile ist der Einbau nicht möglich. Ein neues Luftfiltergehäuse ist bereits bei Ebay bestellt. Abspeichern, Vergessen und Lehrgeld bezahlt!
Luftfiltergehäuse Version 2:
Kurzerklärung: Die Version 2 funktioniert! Das Luftfiltergehäuse vom Porsche Boxster 987 konnte so einwandfrei im Porsche Boxster 986 eingebaut werden.
Erklärungen zur Version 2:
Ich habe das Luftfiltergehäuse des Porsche Boxster 987 bei dieser Version in 3 Teile zerlegt.
- Teil 1: Das vordere Teil ( Schnorchel ) mit dem Anschluss für das LMM-Gehäuse
- Teil 2: Das eigentliche Luftfiltergehäuse
- Teil 3: Die Abdeckung oder Deckel vom Luftfiltergehäuse
Befestigungspunkte des 987 Luftfiltergehäuse im Porsche Boxster 986:
- Ein Befestigungspunkt am Radkasten oben
- Ein Befestigungspunkt am Radkasten unten ( Erreichbar von unten )
- Ein Befestigungspunkt am Heckkasten
Die 3 Teile werden, nachdem diese komplett verbaut sind, fest miteinander verschraubt. Die Naht zwischen dem Luftfiltergehäuse und dem “ Deckel “ wird nach der Verschraubung der zwei Teile ( Luftfiltergehäuse + vorderes Teil ) an der Karosserie mit einem speziellen Kleber, Sika 301 ( speziell für das Kleben von Polypropylen PP ) verklebt und teilweise verschraubt.
Erforderliche Schnitte am 987 Luftfiltergehäuse:

Den Schnitt, zwischen Abdeckung und Luftfiltergehäuse, setzte ich in der Naht des Luftfiltergehäuses, ohne den vorderen Teil mit dem Anschluss für das LMM -Gehäuse. Jedes dieser 3 Teile besitzt einen originalen Befestigungspunkt für die Karosserie.

Den Schnitt, in der Nut vom Luftfiltergehäuse, habe ich mit einer kleinen Japansäge, für sehr feine Kunststoffschnitte, händisch hergestellt.

Hier sieht man die vertikale Schnittlinie, ( Vertikales Tesa – Klebeband ) Schnitt für den vorderen Teil ( Schnorchel ), späterer Anschluss für das LMM – Gehäuse vom 987. Die horizontalen Tesa – Klebebänder haben keine Bedeutung oder Funktion!
Die Einbauteile vom 987 Luftfiltergehäuse im Porsche Boxster 986:

Ich habe das Luftfiltergehäuse des 987, wie bereits erwähnt, in 3 Teile zerlegt. Jedes Teil hat seine originale Befestigung an der Karosserie. Die Teile werden bei der Montage im Motorraum wieder zusammen geschraubt. Am eigentlichen Luftfiltergehäuse habe ich eine Aluminiumplatte mit M4 Schrauben verschraubt. An allen Bohrungen in der Aluminiumplatte wurde ein M4 Gewinde geschnitten. An dieser wird der vordere Teil ( Schnorchel ) für den Anschluss des LMM-Gehäuses festgeschraubt. Des Weiteren gibt es am eigentlichen Luftfiltergehäuse eine weitere Verstärkung. An dieser wird der Deckel, Teil 3, im Bereich der Befestigung am Heckkasten befestigt.

Das vordere Teil ( Schnorchel )mit dem Anschluss für das LMM-Gehäuse. Hier erkennt man deutlich die Schnittlinie.

Die Abdeckung oder Deckel vom eigentlichen Luftfiltergehäuse des 987. Auch an diesem habe ich Verstärkungen angebracht um ein Verwinden des Luftfiltergehäuses beim Einbau zu vermeiden.
Schritt 1 : Ausbau des Lufteinlassgitters auf der linken Seite

Das seitliche Lufteinlassgitter muss ausgebaut werden. Dieses ist mit einer einzigen Schraube oben befestigt. Das Lufteinlassgitter sitzt dann nur noch in 3 Führungen. In meinem Fall ließ sich das Lufteinlassgitter nicht so einfach ausbauen und es war schon ein erheblicher Kraftaufwand notwendig um das Lufteinlassgitter auszubauen.

Das Lufteinlassgitter ist ausgebaut. Da das Lufteinlassgitter sehr filigran hergestellt ist, muss dieses mit viel Feingefühl ausgebaut werden. Vorsicht ist geboten.

Hier erkennt man den eigentlichen Halterahmen an der Rückseite des Lufteinlassgitters. Dieser wird in den 3 Stück Metallklammern an der Karosserie vom Lufteinlassgitter gehalten.

Um den Schnorchel vom Luftfiltergehäuse 986 zu entfernen war ein erheblicher Kraftaufwand notwendig. Dieser ist zwar nur im Luftfiltergehäuse gesteckt, jedoch mit der Zeit und Temperatur, kann es sein dass der Schnorchel fester mit dem Luftfiltergehäuse verbunden ist.

Hier erkennt man den originalen Schnorchel aus dem Luftfiltergehäuse des 986.

Die Gummilippe hinter dem Lufteinlassgitter wurde nicht entfernt. Deutlich ist der Wasserabfluss unten an der Gummilippe erkennbar.
Schritt 2: Der Ausbau des 986 Luftfiltergehäuses
Ohne Ausbau der Ansaugbrücke und Einspritzleiste auf der linken Seite, ist der Ausbau vom 986 Luftfiltergehäuse im originalen Zustand nicht möglich. Damit das Luftfiltergehäuse aus dem 986 ausgebaut werden kann, muss dieses im oberen Bereich deutlich “ verkleinert “ werden. Der obere Bereich, da wo die Kassette mit dem Luftfilter eingeschoben wird, muss entfernt werden. Man kann diese abschneiden, was umständlich ist, oder die Teile mit einer Zange ausbrechen.

Ich habe zuerst die untere Befestigungsschraube vom Luftfiltergehäuse gelöst. Diese ist von unten sehr gut zugänglich.

Dann wurde das Ansaugrohr, zwischen der Drosselklappe und dem Luftfiltergehäuse vom 986, entfernt.

Anschließend habe ich den Luftmassenmesser ausgebaut und sorgfältig eingepackt. Dieser wird nach dem kompletten Umbau wieder im 987 LMM – Gehäuse eingebaut.

Den Luftfilter aus dem Luftfiltergehäuse entfernen und anschließend das Luftfiltergehäuse ausbauen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf mich.

Ohne Ausbau der Ansaugbrücke und Einspritzleiste ist der Ausbau des Luftfiltergehäuses nicht möglich. Aber der Ausbau der Ansaugbrücke mit der Einspritzleiste möchte ich unbedingt vermeiden.

Hier sieht man deutlich wie eng das Luftfiltergehäuse an der Ansaugbrücke eingebaut ist. Ich habe, wie bereits geschrieben, die Ansaugbrücke nicht ausgebaut. Stattdessen habe ich das Luftfiltergehäuse vom 986, im oberen Bereich vom Luftfiltergehäuse, soweit zerstört, dass ich dieses anschließend ohne Probleme ausbauen konnte. Zerstört klingt dramatisch. Nein, ich habe die Teile einfach mit einer Kombizange vorsichtig aus dem Luftfiltergehäuse ausgebrochen.

Das originale 986 Luftfiltergehäuse ist ausgebaut. Wie man sieht habe ich wirklich nur den oberen Teil vom Luftfiltergehäuse zerstört. Achtung: die Teile sind sehr scharfkantig und spitz.

Ein paar Teile vom Luftfiltergehäuse fehlen…… Dieses ist nicht weiter tragisch weil es nicht mehr benötigt wird. Ich war überrascht darüber, dass der Kunststoff, vom 986 Luftfiltergehäuse, sehr spröde und zerbrechlich war.
Schritt 3: Der Einbau vom 987 Luftfiltergehäuse
Vorbereitungen für den Einbau:

Das Luftfiltergehäuse vom 986 ist ausgebaut. Hinter dem Luftfiltergehäuse befindet sich eine Isolierung. Die Isolierung habe ich vor dem Einbau vom 987 Luftfiltergehäuse komplett entfernt.

Hier sieht man den oberen Befestigungspunkt vom 986 Luftfiltergehäuse und später auch vom 987 Luftfiltergehäuse. Alle 3 Befestigungspunkte vom 986 können beim Einbau vom 987 Luftfiltergehäuse übernommen werden.

Hier erkennt man den Karosserieträger in dem man eine kleine “ Delle “ ( +/- 30mm Durchmesser und 5mm Tiefe), unterhalb vom Träger herstellen muss. Es geht leider nicht ohne. Der LMM – Stutzen vom Luftfiltergehäuse stößt an den Karosserieträger. Ich glaube fast dass beim Jubi – Modell und beim Porsche Boxster 987 dieser Karosserieträger anders geformt sein muss. Ich bin mir aber sicher dass ohne diese “ Delle “ das Luftfiltergehäuse nicht am oberen Befestigungspunkt angeschraubt werden kann. Es tut richtig weh und es gehört schon eine Menge an Überwindung dazu um diese “ Delle “ in den Karosserieträger zu schlagen.

Unterhalb des Luftfiltergehäuses vom 986 befand sich dieses Kunststoffrohr welches an 2 Kunststoffhaltern befestigt war. Das Kunststoffrohr habe ich nicht entfernt, sondern nur die beiden Kunststoffhalter. Das Luftfiltergehäuse vom 987 ließ sich nicht mit diesen Kunststoffhaltern einbauen. Ich suche nun nach einer geeigneten Möglichkeit dieses Kunststoffrohr wieder anständig zu befestigen.
Der eigentliche Einbau vom 987 Luftfiltergehäuse im Porsche Boxster 986:

Zuerst wird das eigentliche Luftfiltergehäuse eingebaut, aber noch nicht definitiv an der Karosserie befestigt. Anschließend wird das vordere Teil ( Schnorchel ) mit dem Anschluss des LMM – Gehäuses an das eigentliche Luftfiltergehäuse geschraubt. Beide Teile werden untereinander verschraubt aber noch nicht fest an der Karosserie befestigt.

Beide Teile vom Luftfiltergehäuse 987, das eigentliche Luftfiltergehäuse und der vordere Teil ( Schnorchel )mit dem Anschluss des LMM – Gehäuses, sind eingebaut, aber noch nicht fest mit der Karosserie verschraubt. Erst nachdem das LMM – Gehäuse am vorderen Teil ( Schnorchel ) angebracht ist, können alle Teile fest mit der Karosserie verschraubt werden. Am eigentlichen Luftfiltergehäuse gibt es noch zusätzlich eine Verstärkung für die Befestigung am Heckkasten.

Das dritte Teil, der Deckel des Luftfiltergehäuses ist auch eingebaut. Die Befestigung und Verschraubung hat ohne Probleme geklappt, dennoch ist diese sehr arbeitsintensiv. Viele Arbeitsschritte sind notwendig und zehren an den Kräften und hauptsächlich an den Nerven. Die Arbeitsposition ist absolut nicht optimal. Ich habe zuerst alle Teile untereinander fest verschraubt. Das komplette Luftfiltergehäuse wird jedoch noch nicht fest an der Karosserie verschraubt bis das LMM – Gehäuse am vorderen Teil ( Schnorchel )vom Luftfiltergehäuse eingebaut ist. Nachdem das LMM – Gehäuse eingebaut ist, habe ich alle Teile definitiv fest mit der Karosserie verschraubt.

Hier erkennt man das neue LMM- Gehäuse vom 987 mit dem original eingebauten LMM vom 987. Dieser wird nicht benötigt, sondern es wird der originale LMM aus dem 986 eingebaut. Aber warum werden solche 5 Stern – Schrauben verwendet? Das sind keine Schrauben die mit handelsüblichen Torx – Bit gelöst werden können. Torx – Bit sind 6 sternig. Hier werden 5 sternige Bit benötigt, die leider nicht jeder in seinem Werkzeug – Sortiment vorfindet.

Das ist der originale Porsche O-Ring der zwischen dem Anschlussstutzen vom 987 Luftfiltergehäuse und dem eigentlichen LMM – Gehäuse vom 987 eingebaut wird. Vor dem Einbau des LMM – Gehäuses sollte dieser O – Ring eingefettet werden. Das erleichtert den Einbau vom LMM – Gehäuse am Anschlussstutzen vom 987 Luftfiltergehäuse.

Das Luftfiltergehäuse ist nun komplett eingebaut. Es fehlen noch: 1. der Anschluss oder das Anschlussrohr vom LMM – Gehäuse zur Drosselklappe. 2. der eigentliche Luftfilter. 3. der Einbau vom LMM aus dem 986. 4. Verschiedene Teile und Leitungen müssen wieder korrekt befestigt werden.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit und bin froh dass das Luftfiltergehäuse vom 987 nun im Porsche Boxster eingebaut ist. Der schwierigste Teil an diesem Umbau ist getan.

Es geht weiter. Der K&N Luftfilter wurde geliefert und ist nun auch eingebaut. Der Einbau vom K&N Luftfilter ist etwas knifflig aber mit etwas Geschick, Geduld und Ausdauer ist der Einbau durchaus machbar.

Die Prallplatte am Luftfilterhalter verengt den Lufteinlass zwischen dem Luftgitter und dem Luftfilter enorm. Ich hatte Bedenken den Luftfilterhalter in der Form einzubauen, weil ich einfach der Meinung war, dass dadurch mein Konzept, der Drosselklappe den maximalen Luftstrom zur Verfügung zu stellen, vernichtet würde. Dem ist aber anscheinend nicht so. Laut Experten verhindert die Prallplatte am Luftfilterhalter, dass im eigentlichen Luftfiltergehäuse Luftverwirbelungen entstehen. Des Weiteren verhindert diese den Wassereintritt zum Luftfiltergehäuse.

Es ist alles ein wenig eng, fast schon zu eng. Der K&N Luftfilter ist steifer als der originale Papierluftfilter, trotzdem lässt sich dieser nicht schlechter einbauen als der originale Luftfilter. Der K&N Luftfilter sitzt, dank Luftfilterhalter, perfekt im Luftfiltergehäuse und ich bin gespannt wie sich der K&N Luftfilter in der Praxis bewährt.

Das Luftfiltergehäuse ist nun komplett fertig eingebaut. Der nächste Schritt ist der Einbau vom Schnorchel und die Montage vom Lufteinlassgitter.

Der Schnorchel vom 987 Luftfiltergehäuse ist nun auch am Luftfiltergehäuse vom 987 befestigt.

Das Gitter vor vor dem Schnorchel ist wieder eingebaut. Die Gummidichtung war auf einer Seite lose und wurde neu eingeklebt.

Das Lüftungsgitter bekam zum ästhetischen Abschluss eine schwarze Befestigungsschraube spendiert.

Das eigentliche Lufteinlassgitter ist auch wieder eingebaut. Der Einbau war definitiv leichter als der Ausbau. Ich denke das hat auch damit zu tun dass ich vor dem Einbau die 3 Stück Befestigungsklammern noch leicht eingefettet hatte. Aus dem Grund ließen sich die Kunststofflaschen vom Lufteinlassgitter leichter in die Befestigungsklammern schieben und so ist dann auch sichergestellt dass eine, in der Zukunft, anstehende Demontage leichter von statten geht.
Schritt 4: Einbau der neuen Drosselklappe 76 mm.
Der Einbau der größeren Drosselklappe zieht weitere Umänderungen mit sich. Benötigt wird, außer der größeren Drosselklappe, auch ein größeres Verteilerrohr ( Plenum ) für die Aufnahme der größeren Drosselklappe. Da dieses Verteilerrohr vom Durchmesser her, etwas grösser ist, passen die originalen Gummianschlüsse nicht mehr. Es werden andere Silikonverbinder benötigt. Am originalen Gummianschluss vom Verteilerrohr, auf der rechten Seite, befindet sich ein Unterdruckanschluss für das Unterdruckventil. Dieser Gummianschluss mit Unterdruckanschluss muss am Resonanzklappenrohr auf der rechten Seite, wieder eingebaut werden. An diesem wird dann später das Unterdruckventil wieder montiert.
Wichtig zu wissen:
Vor dem Ausbau der Drosselklappe habe ich den Minus – Pol an der Batterie getrennt. Damit verliert das Motorsteuergerät die adaptiven Lernwerte. Ist die neue Drosselklappe eingebaut und angeschlossen, kann die Batterie auch wieder angeklemmt werden.
Verwendete Teile:
- Porsche Verteilerrohr für die Drosselklappe 76mm: 997 110 416 03
- Dichtung für die Drosselklappe: 997 110 319 00
- Ölabscheiderschlauch: 996 107 146 00
- Drosselklappe 76 mm Bosch: 0280 7504 74/997 605 115 01
- Gummianschluss Verteilerrohr oder Resonanzklappenrohr mit Unterdruckanschluss: 996 110 685 01

Bevor ich die neue Drosselklappe einbauen kann, muss zuerst die originale Drosselklappe aus dem 986 ausgebaut werden.

Den Drosselklappenhalter komplett ausbauen, dieser wird beim Einbau der neuen Drosselklappe nicht mehr benötigt.

Anschließend den Ölabscheiderschlauch ausbauen. Der „alte und gebrauchte “ Ölabscheiderschlauch wird nicht wieder eingebaut. Dieser wird durch den Baugleichen, aber neuen, Ölabscheiderschlauch ersetzt.

Den Unterdruckschlauch mit dem schwarz/weißen Unterdruckventil ausbauen. Das schwarz/weiße Unterdruckventil wird später, beim Einbau der neuen Drosselklappe, am neuen Unterdruckanschluss vom Resonanzklappenrohr angeschlossen.

Die originale Drosselklappe samt Verteilerrohr ist ausgebaut……..

Die originale verbaute Drosselklappe ist mit dem Verteilerrohr ( Plenum ) komplett ausgebaut.

Das Resonanzklappenrohr ist auch ausgebaut. Dieses wird später auch wieder eingebaut. Am rechten Gummianschluss vom Resonanzklappenrohr wird der originale Gummianschluss mit Unterdruckanschluss vom Verteilerrohr der Drosselklappe eingebaut. An diesem wird dann das schwarz/weiße Unterdruckventil, welches vorher am Verteilerrohr der Drosselklappe angeschlossen war, angeschlossen.

Das Resonanzklappenrohr und das Verteilerrohr ( Plenum ) mit der originalen Drosselklappe sind komplett ausgebaut. Vor dem Einbau vom Resonanzklappenrohr und Verteilerrohr ( Plenum ) werden alle Teile sorgfältig gereinigt.

Da der original verbaute Gummianschluss vom Verteilerrohr ( Plenum ) mit dem Unterdruckanschluss ein wenig poröse war, habe ich mich entschlossen diesen zu erneuern.

Der Gummianschluss mit dem Unterdruckanschluss ist auf der rechten Seite am Ansaugverteiler, dort wo das Resonanzrohr angeschlossen wird, eingebaut. Bei der Gelegenheit können auch alle Unterdruckschläuche kontrolliert werden.

Hier erkennt man den Gummianschluss mit dem Unterdruckanschluss der bereits auf dem rechten Ansaugverteiler eingebaut ist. Es ist ein wenig eng unter dem Gummianschluss, der Einbau vom schwarz/ weißen Unterdruckventil ist trotzdem ohne Probleme möglich.

Der Resonanzklappenkörper ist eingebaut und ausgerichtet. Die Anschlüsse am Verteilerrohr der Drosselklappe habe ich, bis zur Montage der Drosselklappe und dem Verteilerrohr, mit Plastiktütchen verschlossen. Vorbeugung, damit kein Schmutz eindringen kann.

Die Reduzier – Silikonschläuche wurden mir von Dirk Römer bestellt und geliefert. Vielen Dank Dirk. Diese Reduzier – Silikonschläuche werden benötigt um das Verteilerrohr ( Plenum ) an die Ansaugverteiler links und rechts anzuschließen. Diese müssen jedoch noch auf ein bestimmtes Maß zurecht geschnitten werden. Die Reduzierungen haben die Abmessungen von 89-102 mm.

Die Reduzierungen sind 100mm lang. Benötigt werden aber nur 55-60mm. Das heißt man muss auf beiden Seiten der Reduzierungen +/- 20mm abschneiden. Die Kürzung der Reduzier – Silikonschläuche sollte beidseitig erfolgen damit die eigentliche Reduzierung mittig bleibt.

Damit ich absolut geradlinig schneiden kann, habe ich eine Befestigungsschelle, dort wo ich schneiden muss, an der Reduzierung angebracht. So kann ich mit einem Cutter entlang der Kante von der Schelle präzise abschneiden.

Die neue Drosselklappe von 76 mm wird mit einer neuen Dichtung am Verteilerrohr befestigt. Ich habe 4 neue Innensechskantschrauben, die 10mm kürzer sind als die Originalschrauben, für die Montage der Drosselklappe verwendet.

Die Drosselklappe ist mit den beiden Reduzier – Silikonschläuchen am Ansaugverteiler montiert. Festgezogen habe ich jedoch nur die beiden äußeren Befestigungsschellen. Das ermöglicht mir, das Verteilerrohr mit der Drosselklappe aufwärts und abwärts zu bewegen. Das Kabel an der Drosselklappe kann nun auch angeschlossen werden.

Die beiden inneren Befestigungsschellen werden, nachdem das Kabel an der Drosselklappe angeschlossen ist, nun auch definitiv angezogen. Die Drosselklappe ist so tief eingebaut dass das Drosselklappengehäuse auf dem Getriebe aufliegt. Das ist auch notwendig, da sonst das Anschlussrohr, welches zwischen dem LMM -Gehäuse und der Drosselklappe eingebaut wird, zu sehr an die Karosserie gedrückt wird. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Schritt 5: Einbau vom Anschlussrohr zwischen Drosselklappe und LMM – Gehäuse.

Das fertig zugeschnittene Anschlussrohr welches zwischen dem LMM – Gehäuse und der Drosselklappe angeschlossen wird. Ob es so passt wird sich zeigen.

Das Anschlussrohr ist eingebaut. Die Länge passt nicht ganz und auch der Winkel vom gesamten Anschlussrohr zur Drosselklappe passt einfach nicht. Das Anschlussrohr ist, so wie es zusammen gebaut ist, einfach zu “ flach “ und liegt so zu eng und zu fest an der Karosserie an.

Der 90° Bogen, Anschluss an der Drosselklappe, passt nicht. Dieser ist etwas zu lang und muss an der Drosselklappe noch etwas gekürzt werden, damit der 90° Bogen nicht so eng an der Karosserie anliegt. Die mittige Lasche an der Karosserie wurde bereits etwas nach oben gebogen.

Auch nachdem der 90° Bogen am Drosselklappenanschluss etwas gekürzt wurde, liegt dieser immer noch zu eng an der Karosserie an. Der Winkel zwischen dem 90° Bogen und dem LMM – Gehäuse ist immer noch viel zu flach.

Ich kann das Anschlussrohr zwar komplett anschließen, weil aber der Winkel nicht stimmt, sitzt das kurze 80mm Aluminiumrohr nicht sauber im Silikonrohranschluss vom LMM – Gehäuse.

Trotz gebogener mittiger Lasche sitzt der 90° Bogen viel zu eng an der Karosserie und wird dort immer noch teilweise eingedrückt.

Ich habe alles wieder ausgebaut und suche nach einer anderen, besseren Lösung. Nach meiner Berechnung nach, müsste das Anschlussrohr am LMM – Gehäuse einen Winkel von 30° haben, damit dieses korrekt an der Drosselklappe angeschlossen werden kann. Es ist spät geworden und jetzt ist erst einmal Feierabend.

Ich habe mir heute Morgen noch einmal den Silikonverbinder am LMM – Gehäuse angesehen und festgestellt dass dieser bereits einen Winkel von +/- 15° am LMM – Gehäuse hat. Ich müsste diesen nur in der richtigen Position am LMM – Gehäuse einbauen. Eventuell könnte das passen. Also alles wieder zusammen bauen und prüfen ob der 90° Silikonbogen an der Drosselklappe angeschlossen werden kann. Es funktioniert, der Silikonbogen von 90° kann zwar an der Drosselklappe angeschlossen werden, aber das Ganze verkantet und steht zu sehr unter Spannung. Der Grund ist dass der Winkel von +/- 15° vom Silikonverbinder am LMM nicht ganz ausreicht. Ein Winkel von 30°, wie ich berechnet hatte, wäre ideal. Das Ganze ist so zwar bestimmt dicht, es sieht aber so wie es im Moment zusammen gebaut ist, nicht gut aus.

Aus dem Grund habe ich mir dieses Aluminiumrohr mit einem Durchmesser von 80mm und einem Winkel von 30° gekauft. Dieses muss nun auf die exakt benötigte Länge abgeschnitten werden. Des Weiteren habe ich mir einen Silikonreduzierer ( Gerade Ausführung ) von 89mm/ 80mm gekauft. Dieser wird am LMM – Gehäuse angeschlossen.

Das 30° Aluminiumrohr ist auf die exakte Länge abgeschnitten und der 90° Bogen, der an der Drosselklappe angeschlossen wird, ist bereits montiert. Es fehlt nun nur noch der Silikonreduzierer von 89mm/80 mm und ich kann das Ganze wieder einbauen.

Der Silikonreduzierer von 89mm / 80 mm ist angeliefert worden und kann nun auch eingebaut werden.

Der 90° Bogen mit dem gesamten Anschlussrohr bis zum LMM – Gehäuse ist angeschlossen. Es passt alles und ist auch komplett dicht. Für den Moment belasse ich es bei dieser Lösung bis der Motor komplett abgestimmt ist. Ich denke aber dass ich nach der Abstimmung des Motors noch verschiedene Umänderungen am Anschlussrohr vornehmen werde. So ganz zufrieden bin ich noch nicht.
Schritt 6: Einbau vom Ölabscheider – Schlauch.

Der nächste Schritt ist der Einbau vom Ölabscheider – Schlauch. Dieser muss an den Fittingen etwas angepasst werden damit dieser wieder am Verteilerrohr ( Plenum ) und Ölabscheider einrasten kann. Ich hatte mir das Einbauen vom Ölabscheiderschlauch einfacher vorgestellt. Ich habe fast 2 Stunden damit verbracht die genaue Position der beiden Winkelfittinge heraus zu finden, damit diese perfekt am Stutzen vom Verteilerrohr und Ölabscheider einrasten.

Der Schlauch vom Ölabscheider ist komplett eingebaut und sitzt perfekt an den Anschlüssen vom Verteilerrohr ( Plenum ) und am Ölabscheider.

Hier an den Anschlüssen vom Wellrohr, an den Fittingen, kann man die Fittinge etwas drehen, damit diese am Anschluss vom Ölabscheider einrasten können.

Das gleiche Prozedere am Verteilerrohr ( Plenum ). Der Anschluss vom Unterdruckschlauch sitzt nun etwas tiefer, was aber absolut kein Problem darstellt.

Der Luftmassenmesser, der originale aus dem 986, ist am LMM – Gehäuse eingebaut.

Die neue 76 mm Drosselklappe ist komplett eingebaut und alle Anschlüsse sind fertiggestellt. Das Luftfiltergehäuse vom 987 mit einem K&N Luftfilter sind eingebaut. An sich kann nun, wenn alle anderen Arbeiten abgeschlossen sind, der erste Startversuch des Motors mit der größeren Drosselklappe erfolgen.

Ich habe den Ansaugschlauch noch einmal bearbeitet und versucht diesen zu optimieren. Den Anschluss vom 90° Bogen an der Drosselklappe habe ich noch einmal etwas gekürzt und den Anschlusswinkel vom Silikonbogen von 90° etwas geändert. Der 90° Silikon -Bogen sitzt nun etwas tiefer und wird nicht mehr durch die Lasche an der Karosserie eingedrückt. Der Silikonbogen von 90° berührt die hochgebogene Lasche, was man aber absolut vernachlässigen kann und auch nicht vermeidbar ist.

So wie es im Moment montiert ist, wird es auch bleiben. Es geht auf Grund der engen Platzverhältnisse nicht besser. Ich kann am 90° Bogen nichts mehr abschneiden weil sonst der 90° Winkel vom Silikonbogen nicht mehr stimmt. So wie es im Moment eingebaut ist, kann auch nichts scheuern. Der 90° Silikonbogen berührt zwar die Lasche, die ja etwas nach oben gebogen ist, aber der Silikonbogen wird nicht mehr eingedrückt. Es gibt dort auch keine scharfe Kanten die den Silikonbogen beschädigen könnten.

Der ganze Umbau ist nun abgeschlossen. Der gesamte Motorraum ist gereinigt. Ich bin sehr gespannt ob man bei der Fahrt, den Unterschied, zwischen der originalen Drosselklappe und der größeren Drosselklappe, wirklich so spürt.

Das Projekt Umbau auf das Porsche Boxster 987 Luftfiltergehäuse ist abgeschlossen. Hier das definitive Foto vom Umbau.
Schritt 7: Erster Start mit der neuen größeren Drosselklappe 76mm.
Ich habe mich natürlich gefragt und informiert, wie geht man für den ersten Start des Motors mit der neuen größeren Drosselklappe vor? Ich habe viele unterschiedliche Aussagen bekommen wie man vorgehen soll oder muss. Ich muss gestehen, nach so vielen Unterschiedlichen Meinungen und Tipps, war ich doch etwas verwirrt und unsicher. Schlussendlich habe ich den Tipp eines Experten aus unserer Facebook – Gruppe, der diesen Umbau schon 100 Mal gemacht hat, befolgt.
Ich bin wie folgt vorgegangen:
- Zündung für mindestens 5 Minuten einschalten ohne den Motor zu starten!
- Zündung ausschalten, Zündschlüssel abziehen und 1 Minute warten.
- Anschließend Zündung einschalten und den Motor starten. In den ersten 10 – 15 Sekunden kann der Leerlauf etwas holprig und unrund sein.
- Den Motor 5 – 10 Minuten laufen lassen bis sich eine stabile Leerlaufdrehzahl eingestellt hat.
- Motor wieder ausschalten, 10 Sekunden warten und Motor wieder starten.
Der Motor sprang beim ersten Startversuch sofort an. Der Leerlauf war etwas holprig aber nach einigen Sekunden pendelte sich der Leerlauf ein und der Motor lief sehr ruhig. Die Drosselklappe lernt sich bei der Probefahrt, bei wechselnden Szenarien, zwar selbstständig an aber der Motor läuft so zu mager. Die Abstimmung des Motors ist bei diesem Umbau, dh. größeres Luftfiltergehäuse in Verbindung mit einer größeren Drosselklappe, zwingend notwendig.
Schritt 8: Abstimmung des Motors mit der neuen TECHSPEED – Auspuffanlage, der größeren Drosselklappe und dem größeren Luftfiltergehäuse aus dem Porsche Boxster 987:

Der Motor wird bei Dynotech ist Wiesbaden abgestimmt. Die Jungs bei Dynotech machen tolle Arbeit und sind spezialisiert auf das Abstimmen von Motoren. Die Abstimmung des Motors ist notwendig, da dieser nach den Umbauten, Drosselklappe, Techspeed – Auspuffanlage und größeres Luftfiltergehäuse viel zu mager eingestellt ist. Die Fahrt nach Wiesbaden, 175 km, war sehr entspannt und dennoch war ich ein wenig nervös. Es war die erste längere Ausfahrt nach dem Umbau. Ich habe bewusst auf höhere Drehzahlen verzichtet, weil ich ja wusste dass der Motor dann viel zu mager läuft.

Es geht los…….

Der Porsche Boxster 986 S ist abgestimmt. Ich bin so auf das Resultat gespannt und freue mich auf die Heimfahrt.

Das Resultat kann sich absolut sehen lassen. Der Umbau hat sich absolut gelohnt. Ich bin mehr als zufrieden.
Erste Eindrücke und ein Fazit nach dem Umbau:
Die Rückfahrt von Wiesbaden war eine einzige Freude. Ich habe nun ein komplett neues Fahrzeug! Der Motor dreht williger hoch. Es scheint wie wenn ein Stopfen entfernt wurde. Der Motor dreht selbst aus niedrigen Drehzahlen entfesselt los und der Leistungszuwachs ist mehr als deutlich zu spüren. Der Klang der Techspeed – Auspuffanlage ist bestialisch gut. Kein Dröhnen, sondern ein Auspuff – Sound der unfassbar gut ist. Die ganzen Umbauten haben sich wirklich gelohnt.
Etwas in eigener Sache:
Ich werde oft mit dem Satz konfrontiert: “ Aber das kostet alles doch viel Geld „. Natürlich kostet das Geld, keine Frage. Aber ich halte nichts von Bastellösungen. Wenn ich mich zu etwas entschieden habe, dann mache ich es richtig oder lasse die Finger davon. Von zusammen geschweißten Auspuffanlagen oder halbherzig ausgeführten Umbauten am Porsche Boxster halte ich nicht viel.
Ein großes Dankeschön an Dirk Römer. Du beantwortest meine WhatsApp – Nachrichten immer mit großer Geduld und hast immer ein offenes Ohr für meine Probleme.